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Entscheidungshilfe Förderung

von Johannes Fleischhut am 09.12.2020 in Allgemein

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Sich niederlassen, das verbinden viele junge Ärztinnen und Ärzte vor allem mit finanziellem Risiko. Verständlich, dass man da dazu neigt, das Thema Niederlassung schnell beiseite zu legen. Viel einfacher erscheint der Weg in die Anstellung. Doch einmal genauer hinschauen lohnt sich, denn Förderung für die Niederlassung wartet sprichwörtlich inzwischen an jeder Straßenecke. Und eine eigene Praxis bedeutet in den meisten Fällen später mehr Entscheidungsfreiheit und besseres Gehalt.

Förderprogramme bündeln

Es gibt zahllose Fördermöglichkeiten für Praxen, die es nahezu unmöglich machen im Förderdschungel vollends durchzusteigen. Neben typischen Förderkrediten und Angeboten der Länder und KVen sind insbesondere Kommunen und Regionen mit entsprechendem Ärztemangel dazu übergegangen, eigene Förderprogramme ins Leben zu rufen. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen: Monetäre Förderung, Bereitstellung von Immobilien, günstige Optionen beim Kauf von Grundstücken, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Auf unserer Seite laden wir alle Inserenten dazu ein, ihre individuellen Förderangebote zu präsentieren. Durch unseren Ansatz, die regionalen Inhalte direkt mit den Praxisangeboten zu verknüpfen, findet man zu jedem Praxisangebot direkt alle verfügbaren Förderprogramme – auf derselben Seite!

Förderung als positive Einflussnahme

Auch uns ist klar, für sich genommen werden Förderprogramme vermutlich nur selten dazu führen, dass jemand grundsätzlich seine Meinung zur Niederlassung ändert und freudestrahlend einen großen Kredit aufnimmt. Wir glauben aber, mit einem guten Gesamtpaket werden sich Menschen finden, die sich vom Leben als Landärztin oder Landarzt überzeugen lassen.

Eine gute Praxisstruktur, ein attraktiver Ort, eine schöne Gegend plus Entlastung beim Einstieg, das ist schon was wert. Da können viele Großstädte nicht mithalten. Im Gegenteil wird man hier um den Sitz kämpfen müssen, deutlich höhere Kredite aufnehmen müssen und am Ende auch mit Konkurrenzdruck klarkommen müssen. Das ist nicht jedermanns Sache, hier kann das Landarzt-Leben eindeutig punkten.

Kommunen preschen bei Förderung voran

Not macht erfinderisch. In vielen Regionen brennt sprichwörtlich inzwischen die Hütte, wenn es um medizinische Versorgung geht. Auf Länderebene passiert inzwischen viel, doch viele Regionen sehen sich gezwungen, eigene Programme auf die Beine zu stellen. Manche Gemeinden kaufen Immobilien und richten selbst die Praxis ein, sodass der willige Nachwuchsmediziner prinzipiell nur noch einzuziehen braucht. Andere Gemeinden verkaufen zu besonders attraktiven Raten Häuser oder Grundstücke für die privaten Zwecke. Viele Regionen zeigen hier einen hohen Grad an Kreativität.

Schwalm-Eder-Kreis: 42.000 Euro Förderung für das Studium

Als einen der ersten Partner für Landarzt sein haben wir unseren früheren Heimatkreis Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen gewinnen können. Auch der Schwalm-Eder-Kreis sieht sich vor der Herausforderung, in den nächsten Jahren jede Menge Nachwuchsmediziner finden zu müssen, da viele niedergelassene Ärzte 60 Jahre oder älter sind. Der Kreis will Nachwuchsmediziner besonders früh für sich gewinnen und bietet daher an, bereits im Studium langfristig zu unterstützen. Medizinstudierende, die sich für eine gewisse Zeit nach dem Studium dem Schwalm-Eder-Kreis verpflichten, erhalten ab dem Hauptstudium jeden Monat 875 Euro für maximal acht Semester, das sind bis zu 42.000 Euro. Dieses Geld erhalten die Studierenden geschenkt!

Zum Schwalm-Eder-Kreis

Praxisangebot im Schwalm-Eder-Kreis

Es gibt viel zu entdecken und wir hoffen, mit unserem Angebot mehr und mehr individuelle Fördermöglichkeiten zusammenzustellen und so eine Entscheidungshilfe mit der Förderung beizutragen. Haben Sie Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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