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Wege in die Niederlassung: Das genossenschaftliche MVZ

von Nikolas Kindler am 16.04.2021 in Allgemein

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Auch heute entscheiden sich viele Ärztinnen und Ärzte nach der Facharztweiterbildung für eine Tätigkeit in der Niederlassung. Die Tätigkeit in einer eigenen Praxis kann für viele Ärztinnen und Ärzte jedoch unattraktiv sein.

Einerseits werden Karrierewege immer flexibler und viele Ärztinnen und Ärzte wollen sich nicht mehr für Jahrzehnte festlegen. Ein Zeithorizont von wenigen Jahren bis zu einem Jahrzehnt ist für die ärztliche Karriereplanung heute fast die Regel geworden. Auch geht die Niederlassung mit einem nicht unerheblichen finanziellen Risik einher – lässt sich die Praxis in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren überhaupt noch verkaufen? Nicht zuletzt stellt ein immenser bürokratischer Aufwand selbst ambitionierte Ärzt:innen vor Probleme.

Als Alternative zur Niederlassung in der eigenen Praxis besteht die Möglichkeit der Anstellung in einer anderen Praxis oder einem MVZ. Das geht aber in der Regel mit geringeren Verdienstmöglichkeiten und weniger Möglichkeiten der Mitbestimmung und Mitgestaltung einher.

Das genossenschaftliche MVZ

Nun kann es aber noch einen dritten Weg geben. Dieser dritte Weg ist noch nicht weit verbreitet, darum möchten wir ihn einerseits vorstellen, aber auch gleichzeitig für ein konkretes Projekt werben.

Mit der Gründung eines genossenschaftlichen medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) will es ein Team aus Ärztinnen und Ärzten aus NRW ermöglichen, ab dem ersten Arbeitstag Teilhaber:in zu sein und an der Gestaltung des MVZ gleichberechtigt mitwirken können. Beim Ausscheiden aus der Genossenschaft wird der Genossenschaftsanteil wieder zurückgegeben – so soll sichergestellt werden, dass die Eigentümer des MVZ immer diejenigen Ärzte sind, die darin auch aktiv ärztlich tätig sind.

Durch eine kluge Finanzierungsstruktur ist es nicht erforderlich, dass neue ärztliche Kolleg:innen Geld in die Genossenschaft einbringen müssen. Die Hürden für den Einstieg sind also nicht größer als bei jeder anderen angestellten Tätigkeit. Es soll zudem nicht mit profitorientierten Finanzinvestoren zusammengearbeitet werden, daher sind die Verdienstmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte deutlich besser als in einer „regulären“ Anstellung.

Arzt. Nebenberuflich Praxismanager, IT-Spezialist und Datenschutzexperte

Ohne eine moderne digitale Infrastruktur ist eine ärztliche Tätigkeit nicht mehr denkbar. In dem genossenschaftlichen MVZ soll diese Lücke mit Spezialisten aus verschiedenen anderen Professionen gefüllt werden, wie beispielsweise mit Informatiker:innen und Jurist:innen. Auf diese Weise soll die bestmögliche Infrastruktur geschaffen werden um den Bedürfnissen der Mitarbeitenden zu entsprechen.

Das genossenschaftliche MVZ

Dieser Ansatz soll nun in die Praxis umgesetzt werden. Das Team rund um Dr. Felix Hoffmann sucht engagierte Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin, die Interesse an der Weiterentwicklung der Idee haben und sich im Raum Dortmund hausärztlich niederlassen möchten. Klingt gut? Einfach mal anrufen!

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